Nickel, Tod und Verschmutzung

Schweizer Unternehmen verletzt Umwelt- und Menschenrechte in Guatemala. Ein Gespräch mit Menschenrechtsverteidigerinnen aus El Estor / Izabal

Blick auf die Mine CNG-Pronico, Foto: Santiago Batón

Seit 2011 ist das russische Unternehmen Solway mit Sitz in Zug Besitzerin der Nickelmine CNG-Pronico in Guatemala – und reiht sich damit in die Reihe der transnationalen Unternehmen ein, die in der Region El Estor/Izabal seit Jahrzehnten die Umwelt- und Menschenrechte verletzen.

Gespräch mit drei Menschenrechtsverteidigerinnen aus El Estor, Izabal (Guatemala):

Liliana Isabel Hernández Estrada ist Maya K’iche’, Anwältin und Notarin. Sie arbeitet seit über zehn Jahren als Beraterin und Anwältin im Bereich wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, insbesondere zum Recht auf Wasser, dem Recht auf Land und den kollektiven Rechten von Indigenen. Aktuell ist sie als juristische Beraterin in der «Plataforma Internacional contra la Impunidad» beschäftigt und arbeitet zum Bereich Unternehmen und Menschenrechte.

Angélica Choc ist Menschenrechtsverteidigerin. Sie kämpft für Gerechtigkeit im Fall ihres ermordeten Ehemannes, Adolfo Ich Chamán, sowie für die Rechte von Frauen und Indigenen. Sie ist Klägerin in je einem Prozess in Guatemala und in Kanada gegen den ehemaligen Sicherheitsangestellten eines Bergbauunternehmens in El Estor, dem der Mord an Ich Chamán angelastet wird. Während des Prozesses in Guatemala wurde Angélica Choc immer wieder bedroht und angegriffen. Sie wird von ACOGUATE / PWS begleitet.

Lucía Ixchíu ist Maya K'iche', Architektin, Journalistin und Kulturvermittlerin. Sie engagiert sich in der Lobbying- und Öffentlichkeitsarbeit rund um das Massaker an Maya K'iche'-DemonstrantInnen vom 4. Oktober 2012, als das Militär in die Menge schoss und acht Menschen tötete. Zudem ist sie aktiv gegen die Repression und Kriminalisierung der StudentInnenbewegung und Mitbegründerin der «Festivales Solidarios», die mittels Kunst gegen politische Gefangenschaft sowie für die Verteidigung des Territoriums und das historische Gedächtnis Stellung beziehen.

Dienstag, 27. November 2018, 18.30 Uhr, h50, Hirschengraben 50, 8001 Zürich.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

Mit Übersetzung / Veranstaltungsflyer

05.11.2018

 
 

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